Die Zeit vergeht wie im Flug, mittlerweile hat in Uganda schon wieder das neue Schuljahr begonnen – eine sehr stressige Zeit für unsere MitarbeiterInnen in Uganda. Schulgebühren müssen bezahlt werden und zwar direkt in den Bankfilialen in bar – die Banken zahlen die Gebühren dann auf die entsprechenden Schulkonten ein. Die Schlange der Wartenden vor den Bankfilialien reißt nie ab – 3 bis 4 Stunden Wartezeit sind keine Seltenheit. Dazu kommt noch der Einkauf und die Ausgabe der Schulmaterialien für die Patenkinder, deren Eltern sich auch diese nicht leisten können. Bei unseren mittlerweile 150 Patenkinder bedeutet das einen ziemlich hohen organisatorischen Aufwand. Wenn dann noch technische Pannen dazukommen (der Laptop unserer Sozialarbeiterin hat genau in dieser stressigen Zeit den Geist aufgegeben), kann das schon ganz schön herausfordern. Dankenswerterweise haben zwei Spender einen Laptop sowie eine neue externe Festplatte zur Datensicherung zur Verfügung gestellt und mittlerweile läuft wieder alles prima 🙂

Mit dem Beginn des Schuljahres hat auch unser Computerkurs für die umliegenden Volksschulen wieder begonnen und Felix ist fleißig am Unterrichten 🙂

Außerdem hat in Bugiri das neue Schuljahr begonnen, heuer erstmals wieder mit 7 Klassen – 2 Vorschulklassen sowie 1.-5.Klasse, da uns die Eltern der vorjährigen 4.Klasse inständig darum gebeten haben, ihre Kinder weiterzuunterrichten. Auch hier fällt für den Beginn des Schuljahres viel Organisationsaufwand an. Ein positive Entwicklung ist, dass die Eltern ihre Kinder mittlerweile wirklich zu Beginn des Schuljahres in die Schule schicken und so der Schulalltag schon früh einkehren kann 🙂

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Letzte Woche haben wir dann gemeinsam mit unseren Frauen des Mikrokreditprojekts Weltfrauentag gefeiert und mit ihnen über die Rolle und Stellung der Frau in der ugandischen Gesellschaft diskutiert. Felix, einer unserer Mitarbeiter, hat anlässlich dieses Tages versucht, einen Tag lang alle Arbeiten zu erledigen, die in Uganda traditionell von Frauen übernommen werden, während seine Frau vor dem Fernseher auf das Essen wartete – sehr zur Verwunderung und Erheiterung der gesamten Nachbarschaft
Seine Erkenntnis: „It takes a lot to be in a Woman’s shoes for even one day. “
Ein großartiger Versuch, die UganderInnen anzuregen, über die (meist viel zu wenig wertgeschätzte) Stellung der Frauen in der ugandischen Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Auch in Österreich waren wir nicht untätig. Nach dem großen Erfolg des Arika-Konzerts des Nordwaldkammerorchesters, hat im Februar die Wiederholung des Konzerts stattgefunden, die wiederum ausverkauft war. Wie beim ersten Mal wurde den BesucherInnen nicht nur ein großartiges musikalisches Programm geboten, sie hatten auch die Möglichkeit, handwerkliche Produkte aus Uganda zu erwerben sowie einige kulinarische Köstlichkeiten zu probieren. Im Laufe des Konzerts wurde auch die Arbeit von Nurturing Uganda näher vorgestellt. Zu unserer großen Überraschung überreichte uns der Verein „Brücke zur dritten Welt“ am Ende des Konzerts eine Spende von 1000€. Herzlichen Dank dafür!

Besonders gefreut hat mich die Spende von drei Jugendlichen – Elisa, Leni und Pauline haben massiert, geputzt und in der Nachbarschaft kleine Arbeiten erledigt. Das Geld, das sie dabei gesammelt haben – stolze 130€ – haben sie an Nurturing Uganda gespendet. Ganz herzlichen Dank für diesen Einsatz!! Schön, wenn sich die Jugend schon so engagiert 🙂

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Liebe UnterstützerInnen von Nurturing Uganda,

Wir von Nurturing Uganda wünschen euch Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

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Zum Jahresende bekommt ihr auch ganz kurz ein paar aktuelle Infos über den Fortschritt unsere Projekte:

Unsere Patenkinder haben Anfang Dezember ein weiteres Schuljahr abgeschlossen, wir freuen uns über den Zuwachs an Paten/Patinnen in Österreich, die laufend neuen Kindern in Uganda die Möglichkeit zur Schulbildung bieten. Einige der Kinder haben erfolgreich die Vor- Volks- bzw. Highschool abgeschlossen und Graduation gefeiert. Mittlerweile ist auch die Anzahl unserer Kinder in universitären beziehungsweise berufsbildenden Ausbildungsstätten angestiegen und viele befinden sich kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben. Herzlichen Dank für all eure Unterstützung für die Kinder.

Auch in unserer Schule in Bugiri ist ein weiteres Schuljahr zu Ende gegangen und wir haben wieder die „Graduation“, den Abschluss unserer Pre-School-Klasse gefeiert. Das ganze Dorf hat mitgefeiert und der Nachmittag hat mit einem Umzug durch das Dorf unter lautem Gesang zu „Waka Waka Bugiri Hope“ geendet J In diesem Bereich stehen wir jedoch  nach wie vor vielen Herausforderungen gegenüber (Abhängigkeit der Eltern von Ernten, Kinderarbeit, etc.). Unsere LehrerInnen und Felix leisten allerdings hervorragende Arbeit und besuchen die Eltern potentieller Schulkinder und besprechen mit ihnen die Wichtigkeit von Bildung. Zusätzlich haben wir eine neue Elternvertretung gewählt, die bis jetzt ebenfalls sehr engagiert wirkt.  Dadurch sind wir zuversichtlich, dass die Erfolge nicht ausbleiben werden und immer mehr Eltern ihre Kinder zur Schule schicken werden.

Große Freude bereitet uns nach wie vor uns Mikrokreditprojekt. Im Herbst hat eine Organisation mit den Frauen einen Workshop zum Thema Wasserreinigung und -aufbereitung durchgeführt und ihnen gleichzeitig Wasserfilter zur Verfüung gestellt. Wir hoffen, dass sich dadurch die Gesundheit der Frauen und ihrer Kinder verbessern wird. Die Frauen werden auch immer selbstständiger in ihren Arbeiten, monatlich erhalten wir „success-stories“, die davon erzählen, wie sehr die Mikrokredite das Leben der Frauen verbessert haben, wie sie durch die Workshops Neues gelernt haben und wie sie nun für ihre Familien sorgen und sogar ihre Kinder zur Schule und auf die Uni schicken können.

So weit nur ein ganz kurzer Überblick über die letzten Monate, wer mehr Informationen über einen bestimmten Schwerpunkt möchte, kann uns gerne ein Mail schreiben oder über unsere Facebook-Seite (https://www.facebook.com/nurturinguganda/) auf dem Laufenden bleiben.

Somit wünschen wir euch ein schönes Fest und erholsame Feiertage!

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In den vergangenen Monaten haben sich die verschiedensten Projekte von Nurturing Uganda gut weiterentwickelt. Hier ein kurzes (Foto)Update.

In unserer Schule in Buzika wächst die Anzahl der SchülerInnen beträchtlich weiter. Das liegt vor allem an der von Felix gestarteten Initative, dass er gemeinsam mit unserer Direktorin Eltern der Umgebung besucht und mit ihnen über die Wichtigkeit von Schulbildung spricht. Leider ist es noch immer so, dass viele Eltern ihre Kinder lieber auf das Feld zur Arbeit als in die Schule schicken. Gerade deswegen sind die Gespräche, die unsere MitarbeiterInnen mit der Dorfbevölkerung führen, so wichtig. Viele der Eltern haben ihre Einstellung geändert und im September wurde die Elternvertretung – quasi der Elternverein – gewählt.

Auch das Mikrokreditprojekt trägt Früchte. Unten ein paar Fotos von den Besuchen, die David bei unseren Frauen regelmäßig durchführt. Bei diesen Besuchen spricht er mit mit ihnen über die Fortschritte in ihren Geschäften und versucht, sie bestmöglich zu unterstützen. Außerdem haben wir in den letzten Monaten einige Hygiene-Workshops durchgeführt. Bei einem dieser Workshops wurde den Frauen eine neue Methode zur Wasseraufbereitung und -reinigung beigebracht, die sie zu Hause einfach und kostengünstig anwenden können.

Außerdem haben in der letzten Zeit wieder einige Benefizveranstaltungen zu Gunsten von Nurturing Uganda stattgefunden, unter anderem hat das Nordwaldkammerorchester ein Konzert zum Thema „Afrika“, veranstaltet. Herzlichen Dank für all die Unterstützung! Nur durch solche Veranstaltungen und dieses Engagement ist unsere Arbeit überhaupt erst möglich.

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