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Eine ganz herzliche Veranstaltungseinladung an alle:
Am Sonntag, den 30.10.2016 spielt das Nordwaldkammerorchester im Centro in Rohrbach ein Benefizkonzert für Nurturing Uganda.
Im Konzertprogramm werden wichtige Stationen in der Geschichte des Kontinents beleuchtet – von der Entstehung der Menschheit und den Hochkulturen über das Interesse Europas und des Arabischen Raums an Afrika bis hin zur afrikanischen Musik als Wurzeln des Jazz.

In der Pause und nach dem Konzert gibt es die Möglichkeiten, afrikanische Köstlichkeiten zu probieren und handwerkliche Produkte aus Uganda zu erwerben.

Es wird sicherlich eine tolle Veranstaltung und wir würden uns freuen, einige von euch dort zu sehen 🙂

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Wie im letzten Blogeintrag erwähnt, habe ich die letzten beiden Märzwochen und den ganzen April in Uganda verbracht. Dieser „Jahreszeitenwechsel“ hat sich zum einen dadurch ergeben, dass ich meine Diplomarbeit über „Mathematikunterricht in Uganda“ verfasse und eine Studie vor Ort durchgeführt habe. Zum anderen hat unser ugandischer Leiter Ivan  im September ein Jahr Auszeit genommen und absolviert gerade eine Weiterbildung in Tansania.  Diese neue Situation war/ist natürlich sowohl für die anderen Mitarbeiter als auch für die Kinder eine Umstellung und ich wollte sie in dieser Zeit auch vor Ort unterstützen. Außerdem nützen wir diese Umbruchsphase dazu, die generellen Strukturen von Nurturing Uganda zu überarbeiten und die Leitung auf breitere Beine zu stellen mit erfahrenen Persönlichkeiten, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen können – ein Vereinsvorstand sozusagen.

Wieder einmal war der Besuch sehr ermutigend, herausfordernd, aufschlussreich und spanned. Die Arbeit von Nurturing Uganda schreitet voran und wir sind bemüht, unsere Arbeitsweise ständig zu verbessern. Auch heuer haben wir viel mit den Eltern unserer Patenkinder, unseren Frauen und den Menschen aus dem Dorf gesprochen und versucht, zu evaluieren welche Bereiche unserer Arbeit gut laufen und wo es  noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Besonders gefreut hat mich mein Besuch in unserer Schule in Bugiri. Da sich das Schulgebäude laufend verändert, sind die Erfolge unserer Arbeit dort deutlich sichtbar. Seit meinem letzten Besuch sind alle Klassenräume mit ordentlichen Böden sowie mit neuen Tischen und Bänken ausgestattet worden. Jetzt geht es vor allem darum, wie wir den Schulablauf strukturieren, so dass wir zum einen kostendeckend arbeiten, zum anderen aber allen Kindern eine Ausbildung ermöglichen können.  Mit dem neuen Schuljahr, das im Februar begonnen hat, haben wir ein Aus- und Weiterbildungsprogramm für unsere LehrerInnen gestartet. Jeanine, eine meiner Bekannten, die seit Jahren in diesem Bereich arbeitet, kommt einmal pro Woche nach Bugiri und hilft unseren Lehrern, neuartige Unterrichtsmethoden zu entwickeln, traditionelle afrikanische Unterrichtsmittel mit Montessori-Methoden zu kombinieren, selber Unterrichtsmaterialien herzustellen und diese einzusetzen. Die Erfolge sind bereits sichtbar. Im Gegensatz zu üblichen ugandischen Methoden lernen vor allem Kinder der unteren Klassen spielerisch, die Klassenräume sind mit bunten Plakaten ausgestattet und die LehrerInnen versuchen, viele praktische Fertigkeiten zu lehren.  Nachwievor müssen wir bei den Eltern einiges an „Aufklärungsarbeit“ leisten, bis sie den Wert von Bildung erkennen und ihre Kinder regelmäßig zur Schule schicken. Da noch immer viel zu tun ist, sind wir nach wie vor für jegliche Unterstützung dankbar. Wenn jemand dieses Projekt unterstützen bzw. nähere Infos dazu haben möchte, meldet euch bei uns – wir freuen uns über jede Hilfe!

Unsere Patenkinderarbeit läuft sehr  gut, ich habe heuer aber nur wenige Patenkinder gesehen, da viele unserer Kinder während des Schuljahres im Internat sind. Dafür haben wir ein Treffen mit allen Eltern der Patenkinder abgehalten. In Zukunft möchten wir die Zusammenarbeit mit den Familien vertiefen, um unseren Kinder die bestmöglichen Chancen zu bieten, sich voll auf ihre Schulbildung konzentrieren zu können und nicht von familiären Schwierigkeiten abgelenkt zu werden.

Unser Computeraum im Haus Annex, in dem die älteren Patenkinder die Computer für ihre Hausaufgaben etc. verwenden können und die jüngeren den Umgang mit Computern lernen, ist vollständig eingerichtet und dank großzügiger Spenden der Firma eworx auch mit Laptops ausgestattet. Wir haben begonnen, mit Schulen zusammenzuarbeiten und regelmäßig Computerunterricht abzuhalten. Für die meisten Kinder ist es die erste Begegnung mit Computern und schon das Ein-und Ausschalten sowie das Schreiben ihrer Namen in Word fasziniert sie sehr. Wir hoffen, ihnen durch dieses Programm den Übergang zur Highschool  zu erleichtern sowie gute Chancen fürs spätere Berufselben mitzugeben.

Besonders gefreut hat mich, den Fortschritt in unserem Frauenprojekt zu sehen. Die Zahl der Frauen, die selbstständig ein Geschäft führen, erhöht sich ständig und die Geschichten von Frauen, deren Leben nachhaltig verändert wurde, sind sehr ermutigend. David, unser zuständiger Mitarbeiter, hat vor kurzem begonnen, den Frauen auch anderweitig zu helfen, ihr Leben zu verändern – alle paar Wochen führt er gemeinsam mit verschiedenen Experten Workshops zum Thema „family planning und Verhütungsmethoden“, HIV/AIDS, gesundheitlichen Themen und sanitären Fragen durch. Wir hoffen, dadurch den Horizont der Frauen zu erweitern und ihnen nicht nur finanziell ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Zwischen all den Programmpunkten und der Durchführung meiner Studie hatte ich natürlich immer wieder Zeit, die ich mit den Kindern verbracht habe, was zu den kostbarsten Momenten meiner Ugandaaufenthalte gehört. Ich genieße es einfach, mit ihnen zu reden, zu hören, was sie denken, mit ihnen zu spielen und zu lachen, kurz gesagt – ich hab sie einfach unglaublich gern 🙂

Sehr beeindruckt war ich auch von Vasco, unserem Gärtner. Er ist ein sehr gewissenhafter und fleißiger Mitarbeiter, „nebenbei“ ist er aber auch noch Fußballtrainer von 65 Burschen zwischen 10 und 18 Jahren. Jeden Tag nach seiner Arbeit trainiert er 2-3 Stunden mit ihnen, ohne einen Cent dafür zu bekommen, im Gegenteil, er verwendet einen Großteil seines Gehalts dafür, Bälle und Dressen zu kaufen und Fahrten zu Turnieren zu finanzieren. Die Erfolge sind beachtlich, die Burschen werden durch das regelmäßige Training davor bewahrt, auf der Straße zu landen. 9 haben schon Stipendien an diversen Schulen bekommen auf Grund ihrer Begabung. Ich bin sehr beeindruckt von Vasco und seiner „Oxford Soccer Academy“ 😀 und wir würden uns sehr sehr freuen, wenn ihr Kontakte zu Sportvereinen habt oder auch Privatpersonen kennt, die diese wertvolle Arbeit unterstützen könnten (ein guter Fußball kostet zum Beispiel ca. 25€, im Moment trainieren alle 65 Burschen mit einem einzigen Ball).

Auch wir als Organisation sind natürlich nach wie vor für jegliche Unterstützung dankbar.

Herzlichen Dank für all eure bisherige Unterstützung und Zusammenarbeit! Mehr Bilder gibt es auf unserer Facebook-Seite (https://www.facebook.com/nurturinguganda), bei Interesse oder Fragen wendet euch an uns (unter Kontakt)

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Nach viel zu langer Zeit hört ihr jetzt endlich wieder einmal etwas von uns.

In den letzten Monaten ist einiges passiert. Unser Schulprojekt in Bugiri schreitet dank großzügiger Unterstützung aus Österreich zügig voran. Bereits im Herbst wurde der letzte Rest vom Dach fertig gedeckt sowie der Boden des gesamten Gebäudes betoniert, wie man auf den Fotos sehen kann. Während der Weihnachtsferien, die in Uganda gleichzeitig die langen „Sommerferien“ sind, wurde fleißig an Möbeln und Trennwänden für die Klassenzimmer gearbeitet. Ende Februar hat nun die Schule wieder begonnen, heuer haben wir noch mehr Kinder als im Vorjahr. Nicht nur für die Schüler hat die Ausbildung wieder begonnen sondern auch für die Lehrer! In Zusammenarbeit mit der ugandischen Organisation „Education for Transformation“, die zum Ziel hat, das ugandische Curriculum mit schülerzentrieren, an Montessori angelehnten Methoden zu verbinden, führen wir einen einjährigen Lehrerfortbildungskurs für unsere LehrerInnen an den Wochenende sowie während der Ferien durch. Wir erhoffen uns dadurch bessere Lernerfolge für die Kinder, dass sie auch Spaß am Lernen bekommen sowie noch mehr Schülerzuwachs durch die innovativen Methoden.

Ein weiteres Highlight war die Abhaltung einer Konferenz von WIEGO (women in informal employment globalizing and organizing), einer internationalen NGO, die unserem Mikrokreditprojekt mit Rat und Tat sowie Weiterbildungen der Frauen unterstützt. Wir hatten die Ehre, ihre jährliche internationale Konferenz mit Teilnehmerinnen aus England, Südafrika, Indien, Kenya, Uganda, etc. zu beherbergen. Die Konferenz war sehr ermutigend und lehrreich für alle Teilnehmerinnen, vor allem aber für unsere Frauen, die viel Neues lernen durften und Wertschätzung ihrer harten Arbeit bekamen.

Für die Kinder stellte natürlich auch Weihnachten ein besonderes Highlight dar. Felix, einer unserer Mitarbeiter, verbrachte die Feiertage mit den Kindern und veranstaltete ein Festessen, einen Talente-Wettbewerb unter den Kindern und fuhr als besondere Überraschung mit ihnen ins Schwimmbad 🙂

Ein letzter spannender Punkt, der sich in Uganda in den letzten Monaten ereignet hat, waren die Wahlen Ende Februar. Wie zu erwarten wurde erneut Yoweri Museveni (Präsident seit 1986!) wieder gewählt. Es wurden zwar vielfach Ungereimtheiten, Stimmenkauf, Einschüchterung der Opposition etc. gemeldet und der gesamte Wahlvorgang international gerügt, was aber nichts am Ergebnis ändert. Bleibt nur zu hoffen, dass die Lage in Uganda dennoch stabil bleibt (momentan sind viele Menschen sehr wütend und aufgebracht) und dass es bei den nächsten Wahlen demokratischer zugeht.

Somit bleibt mir nur, wieder einmal danke zu sagen für die zahlreiche Unterstützung, die wir in den vergangenen Monaten von Einzelpersonen, Firmen und Schulen (allen voran die VS Altenberg und die HTL Neufelden) erhalten haben, ohne die unsere Arbeit in Uganda nicht möglich wäre.

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Ich (Elisabeth) werde Ende März für ca.5 Wochen nach Uganda fliegen und bin schon sehr neugierig, was auf mich zukommt und werde euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Mweraba, Elisabeth

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